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Göttinger Malteser beteiligten sich an Katastrophenschutzübung des Landkreises

21.08.2017
Der gemeinsame Einsatz verschiedener Rettungskräfte muss immer wieder geübt werden; Bildquelle: Malteser
Der gemeinsame Einsatz verschiedener Rettungskräfte muss immer wieder geübt werden; Bildquelle: Malteser

Göttingen (mhd) Mit 14 Helferinnen und Helfern beteiligte sich die Göttinger Stadtgliederung der Malteser am Samstag, 19. August, an einer großen Katastrophenschutzübung des Landkreises Göttingen. Insgesamt rund 650 Einsatzkräfte aus zwölf Organisationen trainierten dabei die Zusammenarbeit bei verschiedenen Szenarien. Im Anschluss übergab der Landkreis offiziell 19 Fahrzeuge und fünf Anhänger an die Helfer.

Einer schwer verletzten, schwangeren Autofahrerin ist es wohl egal, zu welchem Hilfsdienst ihre Retter gehören. Die einen schneiden den Wagen auf, andere versorgen sie medizinisch und bringen sie ins Krankenhaus. Was im Notfall hoffentlich gut funktioniert, muss immer wieder trainiert werden. Das tut jede einzelne Hilfsorganisation für sich, gelegentlich aber auch im großen Verbund. Volker Keilholz, Kreisbandmeister des Landkreises Göttingen, drückte es bei der Einsatzbesprechung zur Katastrophenschutzübung folgendermaßen aus: „Vor allem die Führungskräfte der Hilfsorganisationen müssen sich gegenseitig kennenlernen, verstehen, wie die anderen ticken und sich aufeinander einspielen.“

Das wurde denn auch geprobt in verschiedenen Szenarien: Der von einem umgestürzten Baum getroffene Wagen der Schwangeren war nur eines davon. Außerdem musste ein angenommener Waldbrand bekämpft und nach einer verloren gegangenen Wandergruppe gesucht werden. Da – so Keilholz wörtlich – „ohne Mampf kein Kampf“ zu gewinnen ist, sollte in Bovenden zudem ein Logistikstützpunkt zur Versorgung der Helfer aufgebaut werden.

Seit 5.15 Uhr waren Abschnittsleiter Carsten Letsch und seine Göttinger Malteser vor Ort. Während zwei von ihnen Verbindung zur Einsatzleitung hielten, engagierten sich zwei andere bei der Rettung der „verletzten“ Autofahrer. Die anderen halfen beim Aufbau des Verpflegungsstützpunktes und der Essensausgabe. Mit zwei Verpflegungswagen brachten sie das Essen direkt an den Einsatzort. Vier weitere Malteser-Helfer, die derzeit beim Landkreis eine Ausbildung zum Verpflegungshelfer absolvieren, hatten an diesem Tag ihren Abschlusseinsatz und zählten daher offiziell nicht zur Malteser-Mannschaft.

Neben den Führern der Einsatzkräfte war auch Landrat Bernhard Reuter bei der Übung dabei und zeigte sich danach sichtlich beeindruckt vom Einsatz der Helfer, denen er ausdrücklich dankte. „Wir können uns offensichtlich auf unsere Einsatzkräfte verlassen“, so der Landrat. Diesem Eindruck wollte sich auch Malteser Carsten Letsch anschließen: „Es lief alles wunderbar und das Essen kam pünktlich auf den Tisch.“

Der Landkreis Göttingen hat seit 2015 für 2,4 Millionen Euro 19 Einsatzfahrzeuge und fünf Anhänger beschafft, die nach der Übung von Kreisrätin Marlies Dornieden, Dezernentin Ordnungswesen, an die Helfer übergeben wurden. Die Göttinger Malteser durften sich über einen Mercedes Sprinter 316 als Krankentransportwagen freuen. Außerdem erhielten sie einen Gerätewagen-Betreuung der Marke Iveco Eurocargo, mit dem das nötige Material zur Versorgung von 100 Personen transportiert werden kann.

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