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Kippah und Ganesha

Malteser in der Diözese Hildesheim besuchten das „Haus der Religionen“ in Hannover

10.04.2018
Der hinduistische Gott Ganesha mit der jüdischen Menorah im Hintergrund; Bildquelle: Malteser

Hannover (mhd) Die einen glauben an die Wiedergeburt, andere an einen Gott in drei Personen. Wieder andere bekennen sich bewusst zu keiner Religionsgemeinschaft. Alle aber sind vertreten im „Haus der Religionen“ Hannover, um sich besser kennenzulernen und für den Frieden zu arbeiten. Am vergangenen Freitag, 6. April, besuchten die Malteser in der Diözese Hildesheim dieses einzigartige Projekt, das sich der Vielfalt und Toleranz verschrieben hat.

Mehr als 255.000 Christen leben in der niedersächsischen Landeshauptstadt, geschätzte 45.000 Einwohner sind Muslime. Dazu kommen Juden, Buddhisten, Hinduisten, Bahai – und nicht zu vergessen die Humanisten. Anfang der 90er Jahre gründeten sie das Forum der Religionen, das einen Rat der Religionen wählt. Dieser leitet das „Haus der Religionen“, das regelmäßig Gäste empfängt, so auch die Malteser in der Diözese Hildesheim.

Zehn ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hilfsdienstes wurden von Religionspädagogin Ulrike Duffing, Koordinatorin im Haus der Religionen, sehr kenntnisreich durch das Haus und seine Ausstellung geführt und durften sich am Ende des Rundgangs einem kleinen Wissenstest stellen: Welcher typische Gegenstand gehört zu welcher Religion? Menorah und Kippah ordneten die Malteser korrekt dem Judentum zu, gemalte Ikonen dem Christentum. Schwierige wurde es bei den fernöstlichen Religionen, doch irgendwann erkannten die Malteser auch die kleine Statue eines elefantenköpfigen Wesens als den hinduistischen Gott Ganesha.

Eingeladen zu diesem besonderen Ausflug hatte die Leitung der Malteser-Pastoral in der Diözese Hildesheim. Regelmäßig laden die Malteser ihre haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu solchen Ausflügen und Besinnungstagen ein, um den Zusammenhalt zu stärken und ihren Einsatz vor dem Hintergrund eines katholisch-christlichen Wertefundamentes zu reflektieren.

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